387. Passing the Recursive Buck

387. Passing the Recursive Buck

Wenn du über deine eigenen Entscheidungen nachdenkst, wirst du bemerken, dass sie nicht von einzelnen Charakterzügen oder Präferenzen, wie deiner Empathie, deinem Pflichtgefühl, deinen rationalen Überlegungen, usw. bestimmt werden.

Es fühlt sich deshalb so an, als obduimmer eingreifen und die getroffene Entscheidung doch noch ändern könntest. Wie wir gesehen haben ist dieses von außen eingreifende “Ich” jedoch nichts anderes als die Gesamtheit deiner Ziele, Wünsche, Eigenschaften, usw.

Doch angenommen, dieses alle anderen Charakterzüge transzendierende “Ich” würde tatsächlich existieren. Warum hat es sich dann (um beim Beispiel der ertrinkenden Waisenkinder zu bleiben) für die Empathie und gegen egoistische Neigungen entschieden? Gab es ein “Meta-Ich”, das das Ich dazu veranlasst hat? Man sieht sofort, dass man hier in einen infiniten Regress gerät.

Dies passiert häufig, wenn man mysteriöse Fragen durch mysteriöse Antworten ‘ersetzt’. “Wer hat das Universum erschaffen?” “Gott.” Die Frage ist dann natürlich wer Gott erschaffen hat.

Apropos, der “infinite Regress” ist Teil des Münchhausen Trilemmas, d.h. auf mysteriöse Fragen werden mysteriöse Antworten gegeben, die sich häufig in 3 Kategorien einteilen lassen:

Infiniter Regress, Zirkelschluss oder Dogma.

 

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