353. No Safe Defense, Not Even Science – 356. Bayesianism is Faster Than Science

353. No Safe Defense, Not Even Science

Das Interesse für Rationalität folgt meistens der Realisierung, dass die meisten Menschen wahnsinnig sind. Die meisten Leute glauben jedoch, dass sie und der Großteil ihrer Mitmenschen relativ normal sind und so falsch doch gar nicht liegen können. Was die Herde glaubt, ist wahr.

Dieses Vertrauen in die Vernunft der Menschheit muss gebrochen werden, um Ideen ernst nehmen zu können, die von der Mehrheit abgelehnt werden (wie die Singularität, Atheismus, etc.). Wie bricht man dieses Vertrauen also?

Schwer zu sagen, es “hilft”, wenn deine Eltern fundamental religiös oder geisteskrank waren. Dann erfährt man aus erster Hand, dass Menschen wahnsinnig sein können.

Wenn du bereits denkst, dass die Mehrheit aller Menschen falsche Ansichten hat, bist du zwar auf dem richtigen Weg, aber noch nicht am Ziel. Viele Kultmitglieder glauben auch, dass die meisten Menschen falsch liegen, trotzdem sind sie wohl keine Rationalisten. Am besten ist es, wenn man der Mehrheit und sich selbst nicht vertraut. Wie schafft man das? Wenn man gemerkt hat, dass Leute oft an Schwachsinn glauben und dass man selbst in der Vergangenheit auch häufig falsch lag. Es ist also optimal, wenn man sich geradezu fürchtet falsche Dinge zu glauben.

Wie auch immer. Der eigentliche Punkt des Essays ist, dass es keine sicheren Richtlinien gibt, die einen davor bewahren, sein Leben aufgrund falscher Ansichten zu verschwenden. Nicht einmal Wissenschaft. Und Bayes ist kompliziert, und damit auch nicht ungefährlich.

354. Changing the Definition of Science

Wow! Max Tegmark und mehrere andere Philosophen vertreten ebenfalls eine bayesianische Wissenschaftstheorie, genau wie Yudkowsky:

Unlike Popper's concept of science, the Bayesian view doesn't
collapse the instant it comes into contact with real life. It relies
on the notion of accumulating positive evidence for a theory which,
according to Tegmark, is what scientists really spend their time
doing. "What we do in science isn't falsifying, but 'truthifying' -
building up the weight of evidence," he says.

The Bayesian approach quantifies this practice. Scientists begin
with a range of rival explanations about some phenomenon, the
observations come in, and then the mathematics of Bayesian inference
is used to calculate the weight of evidence gained or lost by each
rival theory (New Scientist, 22 November 1997, p36). Put simply, it
does this by comparing the probability of getting the observed
results on the basis of each of the rival theories. The theory
giving the highest probability is then deemed to have gained most
weight of evidence from the data.

Nice!

355. News post

356. Bayesianism is Faster Than Science

Bayesianismus (?) ist schneller als Wissenschaft.

I sometimes say that the method of science is to amass such an enormous mountain of evidence that even scientists cannot ignore it; and that this is the distinguishing characteristic of a scientist, a non-scientist will ignore it anyway.

Die Entscheidung, welche Hypothese man experimentell testen will, ist zwar auch in der Wissenschaft von Belang. Bayesianismus gibt aber genaue Richtlinien vor, wie diese Entscheidung getroffen werden sollte. (Occam’s Rasiermesser usw.)

 

 

 

 

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