281. Dissolving the Question

281. Dissolving the Question

Einer der wichtigsten Posts von Yudkowsky.

“Wenn ein Baum fällt, und niemand hört es, macht er dann ein Geräusch?”

Yudkowsky hat diese Frage nicht beantwortet, er hat sie aufgelöst. Es war eine “falsche” Frage.

Er hat außerdem erklärt, wie diese Verwirrung entstehen kann, nämlich durch ein “hin- und herpendelndes” zentrales Neuron (das das Konzept “Geräusch” repräsentiert, das ja gar kein in der Wirklichkeit existierendes Ding ist), das sich nicht “sicher” ist, ob es nun feuern soll oder nicht. Dieses Neuron war Teil eines neuronalen Netzes, und ist in gewissem Sinne überflüssig, aber deshalb vorhanden, weil es eine kürzere “Rechenzeit” und somit schnelle Reaktionen ermöglicht.

(Evolutionär-psychologische Erklärungen, die erklären, warum sich dieser neuronale Algorithmus entwickelt hat, sind in diesem Beispiel nicht gefragt, auch wenn sie nützlich sein mögen.)

Am besten löst man eine “falsche” Frage also auf, in dem man den neuronalen Algorithmus beschreibt, durch den das Gefühl entsteht, als ob für diese sinnvoll erscheinende Frage  noch eine Antwort gefunden werden muss.

Können wir diese Methode also auf folgendes, berühmtes Rätsel anwenden:

Haben wir einen freien Willen?

Es geht jetzt erst mal nicht darum, diese Frage zu beantworten! Wir wollen sie zunächst nur auflösen, d.h. den kognitiven Algorithmus beschreiben, aufgrund dessen wir Menschen uns überhaupt erst diese Frage stellen.

One comment on “281. Dissolving the Question

  1. -

    […] einen freien Willen haben. Wir wollen also die Frage “Haben wir einen freien Willen” auflösen, d.h. wir müssen uns überlegen, durch welche kognitiven Algorithmen dieses (prima facie) […]

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