176.Unbounded Scales, Huge Jury Awards, & Futurism – 179.Mere Messiahs

176. Unbounded Scales, Huge Jury Awards, & Futurism

In der Psychophysik lässt man Probanden verschiedene Reize unterschiedlicher Intensität miteinander vergleichen. Gibt man ihnen einen Norm-Stimulus, gepaart mit einem Normwert vor, dient dieser als Anker. Sie hören z.B. einen mittellauten Ton, der auf einer Skala den Wert 10 haben soll. Nun gibt man ihnen einen anderen Ton, und sie bewerten ihn z.B. mit 20.

Lässt man den Ankerwert aber weg, bleiben zwar die interindividuellen Verhältnisse gleich, nicht jedoch die absoluten Werte. Die einen bewerten den mittellauten Ton mit 10 und den lauten Ton mit 20, die anderen äußern die Werte 100 und 200.

Genau das gleiche passiert wahrscheinlich, wenn man verschiedene Leute nach ihrer Einschätzung bezüglich des Eintretens von AGI befragt. Der Reiz AGI verursacht die Empfindung “verdammt schwer”, und dann wird ein Wert geäußert. Bei den einen 100, bei den anderen 500, bei den anderen 50. Dann hängt man einfach die Maßeinheit Jahre dahinter und, zack, fertig ist die Schätzung.

177.  The Halo Effect

Schöne Personen werden automatisch als intelligenter, ehrlicher, netter, usw. angesehen. Und vice versa: Intelligente Menschen werden als schöner, netter, etc. angesehen.

Wir schließen automatisch von einer guten Eigenschaft auf andere. ( Ganz falsch ist das auch nicht, Intelligenz und Schönheit korrelieren tatsächlich, nur weniger als wir aufgrund des Halo-Effekts denken.)

178. Superhero Bias

Eigentlich ist Superman nicht besonders tapfer. Ich mein, wenn ich fast unsterblich und absurd stark wäre und dazu noch fliegen könnte, dann würde ich auch die ganze Zeit Menschen retten. Das wäre mit Abstand die beste Strategie um meinen sozialen Status zu erhöhen. Wenn ich hingegen ein ganz normaler Mensch bin, und dann Menschen retten würde, zeigt das, dass ich wirklich verdammt tapfer und altruistisch bin.

179. Mere Messiahs

Ein Polizist, der sein Leben opfert zeigt mehr Tapferkeit als Jesus:

As the Christians tell the story, Jesus Christ could walk on water, calm storms, drive out demons with a word.  It must have made for a comfortable life:  Starvation a problem?  Xerox some bread.  Don’t like a tree?  Curse it.  Romans a problem?  Sic your Dad on them.  Eventually this charmed life ended, when Jesus voluntarily presented himself for crucifixion.  Being nailed to a cross is not a comfortable way to die.  But as the Christians tell the story, it only lasted a few hours – nothing compared to the duration, or even the intensity, of the tortures the Inquisition visited upon suspected witches.  As the Christians tell the story, Jesus did this knowing he would come back to life three days later, and then go to Heaven.

Ich würde mich auch ans Kreuz nageln lassen, wenn ich wüsste, dass ich danach in den Himmel kommen würde, und dass ich durch mein Leiden jeden Menschen, der je gelebt hat, erretten könnte.

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